MAKI (Massenverfahrensassistenz mithilfe von KI) unterstützt Richterinnen und Richter bei der Bearbeitung von Massenverfahren direkt in der eAkte. Die Anwendung erkennt, wenn eine Akte früheren Verfahren in ähnlicher Konstellation ähnelt, extrahiert Informationen aus den Schriftsätzen, verwaltet Textbausteine und bindet generative KI ein. Ein „Robo-Judge“ ist MAKI ausdrücklich nicht: Die Entscheidung bleibt bei der Richterin oder dem Richter.
Das Konzept stammt von niedersächsischen Richterinnen und Richtern. Die Fallgruppen legen die Anwenderinnen und Anwender selbst an, sodass neue Massenverfahrenskonstellationen kein aufwendiges Umtrainieren erfordern. Entwickelt wird MAKI von der SINC GmbH, wissenschaftlich begleitet von der Universität Göttingen.
Niedersachsen leitet das Projekt federführend; Baden-Württemberg, Brandenburg, Hamburg, Hessen und Nordrhein-Westfalen sind beigetreten – zunächst für Fluggastrechteverfahren an Amtsgerichten in der Nähe großer Flughäfen. Getestet wurde an den Landgerichten Hildesheim und Osnabrück, Hamburg befindet sich in der Testphase. Das Projekt folgt dem Einer-für-Alle-Prinzip und wird aus der Digitalisierungsinitiative des Bundes gefördert.